> Sie befinden sich hier:
Panorama-Aufnahme Wegberg mit Burg Wegberg, Forum, Wegberger Mühle, Rathaus und Pfarrkirche St. Peter & Paul, Foto: Heinen
News & Views 2025
Sprache & Kultur
Aktuelles - Termine - Neuigkeiten
(... und Wiederentdecktes)
> Laufende Projekte des LVR-ILR
Info - LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte
Rheinischer Familiennamen-Atlas

Zusammen mit dem Mainzer Institut für geschichtliche Landeskunde erforscht das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte die Familiennamenlandschaft des Rheinlands, des Saarlands und der Pfalz.
Ziel ist es, einen Online-Atlas zur Verfügung zu stellen, der die sprachlichen Gemeinsamkeit und Unterschiede der Familiennamen auf Karten visuell darstellt.
Das im Oktober 2024 begonnene Projekt ist zunächst auf ein Jahr ausgelegt.
Sie interessieren Sich für Namen? Besuchen Sie gerne Dat Portal und Namenforschung.net!
> Link zum Rheinischen Familiennamen-Atlas
Info - LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte
PALAVA: 3. Frageblock der 2. Fragerunde

Der dritte Frageblock der zweiten Runde ist online und wir erwarten gespannt, wie Sie die Fragen beantworten. Öffnen Sie dazu die PALAVA-App auf Ihrem Smartphone und wählen Sie im Menü "Mitmachen" aus. Wenn Sie die Push-Nachrichten der App zulassen, werden Sie über derartige Neuigkeiten übrigens automatisch informiert!
Wenn Sie mehr Informationen zur zweiten Fragerunde unserer Sprach-App wünschen, klicken Sie hier:
April 2025
Info - Ostern 2025 - LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte
Alltagskultur: Eierschibbeln und Hötschelspiel
Regionale Osterbräuche und -spiele mit langer Geschichte
Die österliche Fastenzeit endet im christlichen Glauben an Karsamstag, und damit beginnt die Zeit der symbolischen Bräuche rund um Ostern erst so richtig. Jetzt spielt das Ei eine große Rolle. Es steht nicht nur für das Leben und die Fruchtbarkeit und symbolisiert im christlichen Glauben die Auferstehung Jesu Christi. Auch im Alltag hat es eine besondere Bedeutung – sei es beim Suchen, als beliebter Deko-Artikel oder in der Ernährung.
Bunt verzierte Eier gehören für viele zum Osterfest dazu. Foto: Katrin Bauer, Archiv des Alltags im Rheinland
Gerade als Lebensmittel hat das Ei eine interessante Geschichte. Denn im Mittelalter zählten Eier zu den Fleischspeisen, deren Verzehr die Kirche während der Fastenzeit verboten hatte. Dadurch kam es unmittelbar vor Ostern oft zu einem Überfluss an Eiern. Diese wurden dann nicht nur als Zahlmittel für die fällige Pacht verwendet („Zinseier“), sondern auch verschenkt. Paten beispielsweise schenkten ihren Patenkindern gerne Eier. Um die Zeit in der Karwoche wurden die Eier dann abgekocht und zur Unterscheidung von den frisch gelegten Eiern orange oder rot gefärbt, das ging besonders einfach, wenn man dem Kochwasser Zwiebelschalen oder Roter Bete beigab.
> weiterlesen beim LVR-ILR unter: > Alltagskultur / Themen / Osterspiele
März 2025
Info - März 2025 - LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte
Am 28.3. erscheint eine neue Karte in der Sprachapp PALAVA.
Diesmal steht ein grammatisches Phänomen im Fokus: die Bildungs des Passivs.

Die Karte kann ab sofort in der App abgerufen werden, und zwar so:
Falls Sie PALAVA noch nicht auf Ihrem Smartphone installiert haben, laden Sie die App aus dem PlayStore bzw. AppleStore runter. Öffnen Sie sie und wählen Sie die Schaltfläche "Ergebnisse". Die neueste Karte und der dazugehörige Kommentar sind immer ganz oben zu finden.
> weiterlesen beim LVR-ILR unter: > Sprache / Aktuelles / Pallawa-Karte zu Passiv
Info - Fastenzeit 2025 - LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte
Alltagskultur: Fastenzeit 2025
Nach Karneval ist vor Ostern
Nach Karneval ist vor Ostern: Mit Aschermittwoch beginnt die 40-tägige vorösterliche Fastenzeit. Die damit verbundenen Bräuche wie das Einholen des Aschekreuzes oder auch das gemeinsame Fischessen dienen dabei sowohl als Abschluss des Karnevals wie auch als Initialbräuche der Fastenzeit: Hierbei kommen die Gläubigen zusammen und versichern sich z.B. durch das gemeinsame Mahl ihrer Gemeinschaft und Identität. Gerade das Fischessen zeigt hier den tiefen Zusammenhang mit dem christlichen Glauben, steht doch der Fisch in seiner griechischen Übersetzung Ichthys für die Anfangsbuchstaben des griechischen „Jesus Christus, Gottes Sohn und Retter.“

Fischgerichte gehören zu den traditionellen Speisen am Aschermittwoch.
Foto: Katrin Bauer, Archiv des Alltags, 2025
In der katholischen Kirche heißt die Fastenzeit auch „Bußzeit“, die evangelische Kirche nennt sie „Passionszeit“. Beide Kirchen wollen damit an die Leiden Christi erinnern. Die Zahl 40 bezieht sich dabei auf die Dauer des Aufenthalts Jesu in der Wüste: Nach seiner Taufe durch Johannes kommt der Heilige Geist über ihn und treibt ihn laut des Evangeliums nach Markus in die Wüste. Dort widersteht er den Versuchungen des Teufels.
> weiterlesen beim LVR-ILR unter: > Alltagskultur / Themen / Fasten
Februar 2025
Info - 27.02.2025 - RP ONLINE - Karneval
Helau, Alaaf oder Breetlook – so klingen die Narren in der Region
Der Norden des Rheinlands ruft an Karneval vorwiegend „Helau“, der Süden hält es mit den Kölnern und ihrem „Alaaf“. Abgesehen von den Klassikern gibt es aber noch zahlreiche andere Narrenrufe. Wir haben sie in einer Grafik zusammengestellt.
Von Christina Rentmeister und Phil Ninh
Unsere Karnevalskarte zeigt die Grenze zwischen „Helau"- und „Alaaf"-Region. Blau eingefärbt ist der Teil des Rheinlands, der vorwiegend „Helau" ruft. Die „Alaaf"-Region ist rot eingefärbt. Doch nicht alle bleiben dabei: Wir haben in der Region bekannte Sonderformen der Narrenrufe auf unserer Karte zusammengetragen. Einige von ihnen können Sie sich durch einen Klick auf den blauen oder roten Punkt anhören.
> Dort sehen Sie die interaktive Karte. Probieren Sie's aus!
> Hier einigen screenshots:
screenshot der interaktiven Karte mit den "Alaaf"- und "Hellau"-Regionen
Narrenrufe in der "Alaaf"-Region
Baal: "De Bool Alaaf"
Brachelen: "Brokele Alaaf"
Houverath: "Houvere Alaaf"
Katzem: "Dremool Katzeköpp Alaaf"
Kleingladbach: "Klengläbik Alaaf"
Lövenich: "Hoppesäck Alaaf"
Abweichler" in der "Alaaf"-Region
Granterath mit "Jrantere Helau"
Merbeck mit "Merbeck Helau"
Abweichler in der "Helau"-Region
Odenkirchen mit "Okerke Alaaf"
Sonderformen in der "Alaaf"-Region
Effeld: "De Bahn is kloar"
Erkelenz: "Maak Mött"
Gerichhausen: "Zickezacke, zickezacke - hei on klei"
Hilfarth: "Alaaf Helfeth, on wenn et versüppt"
Holzweiler: "Klüngel mött"
Hückelhoven: "Oé"
Immerath: "Schürg Mött"
Keyenberg: "Dremool Keyenberg Breetloof"
Klinkum: "Sonn Männ"
Kückhoven: "Japp Moett"
Myhl: "Sankhaas höpp höpp"
Orsbeck: "ala-da-wa"
Rath-Anhoven: "Laakebüll, Laakebüll, Laakebüll - büll, büll"
Venrath: "Mött Wenk"
Wegberg: ""Flöck op"
Info - DAT PORTA:L - Orte - Wortkarten
Auszug aus "Alaaf" und "Helau"
Text von Charlotte Rein,
Sie schallen während der närrischen Tage laut durch Straßen, Festzelte und Kneipen – die Karnevalsrufe Alaaf und Helau gehören zur fünften Jahreszeit wie Kamelle, Kostüm und Kölsch (oder Alt).
Die Karte zeigt die ungefähre Verbreitung der beiden Rufe. Helau (hier dargestellt durch blaue Punkte) ist am Niederrhein, im Ruhrgebiet und natürlich in Düsseldorf zu hören, südlich der Landeshauptstadt schließt sich dann das Alaaf-Gebiet an (rote Punkte). Hierbei handelt es sich um einen kompakten, geschlossenen Raum vom Bergischen Land südlich der Wupper über die Karnevalshochburg Köln am Rhein bis in den Selfkant und in den Raum Aachen im Westen. Im Süden reicht das Gebiet bis zur Nord- und Ahreifel einschließlich des Rheintals bis an das Neuwieder Becken. Etwa auf der Höhe von Koblenz beginnt dann ein weiteres Helau-Areal, das sich bis weit in den Süden Deutschlands erstreckt. Die Schraffuren auf der Karte deuten an, dass die Grenzen zwischen den Gebieten nicht scharf sind, es gibt Übergangsgebiete, in denen in nebeneinander liegenden Orten verschiedene Rufe zu hören sind oder in einem Ort sogar beide Varianten vorkommen (lila Punkte). Innerhalb der Räume kommen Orte mit Doppelnennungen nur sehr selten vor.
So modern die präsentierte Karte auch aussieht, der Eindruck täuscht: Sie ist die Nachzeichnung einer Karte aus den 1990er Jahren, welche wiederum auf Daten aus den 1970er Jahren beruhte (vgl. Hoffmann 1995, S.65). Damals wurden von der damaligen "Landesstelle für Rheinische Volkskunde" in Bonn 2000 Fragebögen verschickt (800 kamen ausgefüllt zurück), auf denen u.a. gefragt wurde "Welche Fastnachtsrufe, Beifallsrufe, Begrüßungsrufe (z.B. >Helau<, >Kölle Alaaf<) sind in ihrem [sic!] Ort üblich, bei welcher Gelegenheit?/früher…/heute…" (vgl. Hoffmann 1995, S. 64). Ob und wenn ja welche Veränderungen sich seitdem ergeben haben, gilt es noch zu untersuchen.
Sie haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten einen neuen Ruf in Ihrem Ort gehört? Dann schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an sprachteam@lvr.de.
Zitierte Literatur:
Walter Hoffmann: "Alaaf" und "Helau". Altes und Neues zu den
rheinischen Karnevalsrufen. In: Volkskultur an Rhein und Maas, 14.
Jahrgang, 1/1995, S. 61–67.
> Weiterlesen in DAT PORTA:L
des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte
Januar 2025
Termin - 22.01.2025 - LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte
Filme begegnen Erinnerungen
Filmnachmittag mit Erzählcafé in Bonner Begegnungsstätte
Die Filmnachmittage finden mehrmals im Jahr zu unterschiedlichen Anlässen statt.
Der nächste Termin ist der 22. Januar 2025.
Die Begegnungsstätte öffnet von 15 bis 18 Uhr.
Gezeigt wird der Film Back-Werk. Das Backgewerbe zwischen Handarbeit und Fließband (1999/2000):
Für die meisten einfach unwiderstehlich – der Duft goldbrauner, frisch gebackener Brötchen aus der Bäckerei um die Ecke. Der Film führt die Zuschauer*innen in die Welt der rheinischen Backstuben. Er öffnet den Blick dafür, wie das Handwerk der Bäcker*innen aus den verschiedenen Teigsorten allmorgendlich schmackhafte Backvielfalt entstehen lässt. Er dokumentiert Tradition und Fortschritt im Backgewerbe.
Für die meisten einfach unwiderstehlich – der Duft goldbrauner, frisch gebackener Brötchen aus der Bäckerei um die Ecke. Der Film führt die Zuschauer*innen in die Welt der rheinischen Backstuben. Er öffnet den Blick dafür, wie das Handwerk der Bäcker*innen aus den verschiedenen Teigsorten allmorgendlich schmackhafte Backvielfalt entstehen lässt. Er dokumentiert Tradition und Fortschritt im Backgewerbe.
Adresse: Begegnungsstätte im Lotte-Lemke-Haus
Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Bonn-Stadt e.V., Liegnitzer Str. 14, 53119 Bonn
Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Bonn-Stadt e.V., Liegnitzer Str. 14, 53119 Bonn
> weitere Informationen. Link zum LVR-ILR
Rückblicke
2024:
Historischer Verein Wegberg e.V. - 2025 - Letzte Änderung: 21.01.2025
