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Aktuelles - Termine - Neuigkeiten
14.05.2024 - DevonLive > News > Devon News > Dartmoor
Ancient burial chamber found on Dartmoor
Alte Grabkammer im Dartmoor gefunden
The exciting find could shed light on Devon's history
Der aufregende Fund könnte Licht auf Devons Geschichte werfen
Archaeologists at work on the Whitehorse Hill site (Image courtesy: Dartmoor National Park Authority)

Eine neu entdeckte Begräbniskammer aus der Bronzezeit auf Dartmoor hat bei Archäologen Aufregung ausgelöst und möglicherweise neue Einblicke in Devons alte Geschichte bieten. Dieser "anhaltende" Fund könnte mit der Bedeutung der Entdeckung von 2011 in Whitehorse Hill konkurrieren, wo die Überreste einer jungen Frau aus der Zeit um 1700 v. Chr. ausgegraben wurden.
Der vorherige Fund wurde weltweit für seine Enthüllungen über das Leben in der frühen Bronzezeit gefeiert, und es gibt große Hoffnungen, dass sich diese neueste Entdeckung als ebenso aufschlussreich erweisen wird.
Das wahre Alter und der Inhalt der Kammer, die auf etwa 4.000 Jahre geschätzt werden, wird ein Rätsel bleiben, bis Experten eine gründliche Untersuchung durchführen können, bei der das Artefakt mit dem Hubschrauber aus dem Torf geworfen werden muss, berichtet DevonLive.

Die Dartmoor National Park Authority unterstützt die Ausgrabungsbemühungen, die 90.000 Dollar von ihren Reserven zur Verfügung gestellt haben. Das Autoritätsmitglied Andrew Cooper drückte seine Unterstützung bei einem Treffen aus und sagte: "Es gibt keinen Gewinn ohne Schmerzen. Jetzt wissen wir, was Whitehorse Hill für Dartmoor getan hat, ich glaube nicht, dass wir eine andere Option haben. Wir könnten am Ende mit Torf auf unseren Gesichtern enden, weil es nichts gibt, aber man weiß es nie, es sei denn, man versucht es."
Die Entdeckung eines neuen Kisten, einer alten Grabkammer, hat bei Archäologen Aufregung ausgelöst, aber der genaue Ort bleibt ein Geheimnis, um ihn vor Störungen vor einer gründlichen Untersuchung zu schützen. Die vorherige Entdeckung in Whitehorse Hill erregte weltweite Aufmerksamkeit, mit einem YouTube-Video, das das Leben der Frau darstellt, die im Rahmen von über 70.000 Aufrufen gefunden wurde.

A newly-discovered Bronze Age burial chamber on Dartmoor could shed  new light on the history of Devon. The 'enthralling' discovery could be  as significant as the one found at Whitehorse Hill near Cranmere Pool on  the north moor in 2011, which turned out to be the burial chamber of a  young woman from around 1700BC.
That find was acclaimed by  archaeologists around the world for the insights it gave into early  Bronze Age life, and the latest discovery could be just as significant.  It is thought it could be 4,000 years old.
But  archaeologists won't know for sure until they look at it properly, and  it could take a helicopter to lift it gently out of the peat to be  examined by experts.
National Park Authority has agreed to earmark £90,000 from its  reserves to underwrite the excavation, and member Andrew Cooper told an  authority meeting: "There's no gain without pain. Now we know what  Whitehorse Hill did for Dartmoor, I don't think we've got any other  option.
"We might end up with peat on our faces because there's nothing there, but you never know unless you try."
The location of the new find is a closely-guarded secret, to prevent  the cist, an ancient coffin or burial chamber, being tampered with  before it can be examined properly. The Whitehorse Hill cist attracted  worldwide publicity, and a video recreating how the woman found inside  it could have lived has been seen more than 70,000 times on YouTube.
"We have every potential for this to be something quite special," he  said. "We don't know for certain if this is a cist, but it certainly  looks like one. All the evidence we have points to it being a cist from  the early Bronze Age."
The peat around it is waterlogged, meaning any clothing or artefacts inside could be very well preserved.
Dr  Bray said there were three options to leave it where it is and let  nature take its course; to try to halt the erosion or to excavate.
Leaving  it would be poor archaeological practice, he said, and would risk  losing something of huge significance. Trying to stop the erosion would  not stop the risk of air getting in and destroying the contents.
"They are deteriorating slowly as we speak," he said.
Excavating would be costly, he said, but would be better for archaeology and better for Dartmoor.
The  job would start with laser scanning of the site to determine exactly  what is there, followed by cutting out the cist 'like a piece of cake'.  The structure could weigh up to 300 kilogrammes, and because the  location is so far from any roads, a helicopter could be needed to  airlift it off the moor.
Authority members voted unanimously to  set aside the money, with the option of seeking funds from other sources  including a crowdfunding drive. Chair Pamela Woods said: "It's so  exciting. We can't not do it. We are enthralled by this."
Archaeologist  Dr Lee Bray told the meeting the latest cist was discovered around years ago as the peat eroded around it. Its rarity makes it of potential  international significance. (Übersetzung folgt in Kürze)
> weiterlesen im Original-Text: Link zum Artikel in DevonLive



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Rimburg gräbt! Zwei Länder, eine römische Geschichte
Ein besonderes, grenzübergreifendes Archäologieprojekt
In Landgraaf-Rimburg und Übach-Palenberg-Rimburg wird am 25. und 26. Mai 2024 ein besonderes, die Grenzen übergreifendes Bürger*innenbeteiligungsprojekt durchgeführt. Deutsche und niederländische Einwohner*innen werden gemeinsam ihre Vergangenheit erforschen. An der Grenze, auf beiden Seiten der Wurm, liegt eine römische Siedlung (vicus) unter dem heutigen Bodenniveau verborgen. Der vicus
liegt zudem an einer alten Römerstraße, der Via Belgica. Die Überreste sind von so großem Wert, dass sie sowohl auf niederländischer als auch auf deutscher Seite als archäologisches Bodendenkmal geschützt werden.
Vortrag
Im Vorfeld der Veranstaltung im Mai findet bereits am 22. Februar um 19 Uhr ein Vortrag von Dr. Petra Tutlies, Leiterin der Außenstelle Nideggen des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland statt.
Thema: Archäologische Spuren zur römischen Zeit an Rur, Wurm und Schwalm – Bodendenkmalpflege im Kreis Heinsberg
Ort: Carolus-Magnus-Centrum für Umwellttechnologie Übach-Palenberg GmbH, Carlstraße 50, 52531 Übach-Palenberg
Samstag, 08.06.2024 - LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland
Tag der Archäologie 2024
Am Samstag, den 8. Juni 2024, lädt das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland gemeinsam mit der Stiftung zur Förderung der Archäologie im rheinischen Braunkohlenrevier wieder zum Tag der Archäologie in seine Außenstelle Titz ein.
Von 10 bis 18 Uhr werden spannende Ergebnisse der aktuellen Ausgrabungen und Forschungen im rheinischen Braunkohlenrevier präsentiert sowie ein vielfältiges Mitmachprogramm für die ganze Familie geboten. Der Eintritt ist kostenfrei.
Das Highlight des Tags der Archäologie besteht in der Möglichkeit, eine Ausgrabung im Vorfeld des Tagebaus Garzweiler zu besuchen. Hier erklären Archäolog*innen die Untersuchung eines römischen Gutshofs nördlich von Holzweiler. Die Anfahrt zur Grabungsstelle ist ebenfalls kostenfrei und erfolgt mit einem Pendelbus. Eine Anreise mit privaten Fahrzeugen ist hier aus Sicherheitsgründen nicht möglich.
April 2024
25.04.2024 - Archäologie in Deutschland > AiD Magazin > Aktuelles
Gigant der römischen Götterwelt in Stuttgart-Bad Cannstatt gefunden
Seit Anfang des Jahres finden im Römerkastell an der Altenburger Steige in Stuttgart-Bad Cannstatt Ausgrabungen unter der fachlichen Begleitung des Landesamts für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart statt.  Archäologinnen und Archäologen untersuchen das Baufeld für die Erweiterung der städtischen Altenburgschule. In römischer Zeit stand dort von zirka 100 bis 150 nach Christus zunächst ein Kastell für eine Reitereinheit, dem bis um 260 nach Christus eine ausgedehnte  Zivilsiedlung folgte. Bei den Grabungen wurde nun eine als Gigant identifizierte Steinfigur aus der römischen Götterwelt gefunden, die sich mit Funden von vor über 100 Jahren in Verbindung bringen lässt.
Ein eher unscheinbarer, schlammverschmierter Sandstein hatte die Aufmerksamkeit eines Mitarbeiters der ausführenden Firma ArchaeoBW auf sich gezogen. Bei näherem Hinsehen und nach einer ersten Reinigung entpuppte sich der Fund als gut 30 Zentimeter große, kniende Figur mit menschlichem Kopf. Trotz der Verwitterung des Steins ist zu erkennen, wie ihre Arme seitlich auf  dem Oberkörper anliegen und die Hände auf Hüfte und Beinen ruhen. Letztere sind allerdings nicht menschlich geformt, sondern gehen in eine  Art Schlangenleib über.

Die Skulptur des neu gefundenen Giganten vereint mit dem bereits 1908 entdeckten Viergötterstein. Dieser befindet sich im Depot des  Landesmuseums Württemberg. Beide Steine waren einst Bestandteil einer  römischen Jupiter-Giganten-Säule (Foto: Landesmuseum Württemberg  Stuttgart/A. Fendt)
> weiterlesen: Link
22.04.2024 - LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland - Presseinformation
Archäologie im Rheinland 2023 - Verscharrt, verehrt, versteckt
Neueste Forschungsergebnisse und herausragende Funde aus Archäologie und
Paläontologie des Jahres 2023
Bonn, 22. April 2024. Gedrechseltes aus Millionen Jahre altem Holz, ein verscharrter Toter im eisenzeitlichen Graben, ein stattlicher Palast auf dem Fürstenberg und eine bis heute verehrte Heilige: Viele spannende Funde und Befunde aus Archäologie und Paläontologie bietet der Rückblick auf das Jahr 2023 des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland (LVR-ABR).
Bereits zum 20. Mal tauschen sich die in der rheinischen Bodendenkmalpflege Tätigen über aktuelle Ausgrabungen, Forschungen und Funde auf der Jahrestagung des LVR-ABR im LVR-LandesMuseum Bonn (LVR-LMB) aus. Dort ist zudem im 1. Obergeschoss bis zum 28. April 2024 in der Ausstellung „Archäologie im Rheinland 2023“ eine Auswahl an besonderen Neufunden zu sehen.
> Bildergalerie mit einer Auswahl an Fotos aus der Ausstellung des LVR-Amts für Bodendenkmalpflege im Rheinland
11.04.2024 - Tagesschau > Ausland > Europa > Pompeji
Ausgrabungen in Pompeji
Archäologen legen prächtigen Bankettsaal frei                 
In der antiken italienischen Stadt Pompeji haben  Archäologen einen prächtigen Bankettsaal ausgegraben. Die Wände sind mit  Fresken geschmückt, die Motive aus dem Trojanischen Krieg zeigen. Das sollte die Festgesellschaften wohl zu Gesprächen anregen.
Bei Ausgrabungen in der italienischen Ruinenstadt Pompeji haben  Archäologen einen prächtigen Bankettsaal freigelegt, der mit kunstvollen Fresken mythologischer Figuren aus Homers Trojanischem Krieg geschmückt  war. Wie die vom deutschen Archäologen Gabriel Zuchtriegel geleitete Ausgrabungsstätte bekannt gab, ist der Saal mit fünfzehn mal sechs Metern Fläche beeindruckend groß.
> weiterlesen, einschl. Video: Tagesschau
März 2024
27.03.2024 - General- Anzeiger > Region > Köln & Rheinland
Unterirdisches Museum in Köln
Abstieg ins Totenreich - Ein Grab wie bei Indiana Jones
Köln · Ein  weltweit einzigartiges Museum ist entstanden: Wer in Köln in die Tiefe  geht, kann dort eine perfekt erhaltene römische Grabanlage entdecken.  Magisch. Mystisch. Und voller Überraschungen - ganz wie bei Indiana  Jones.
> weiterlesen: Pressebericht
Bilder So sieht es im unterirdischen Museum in Köln aus: > Bildergalerie
21.03.2024 - WDR > Nachrichten
Reste einer römischen Festung in Aachen gefunden
Bei Bauarbeiten in der Pontstraße sind Archäologen auf Überreste einer Festung aus der späten Römerzeit gestoßen.
Von Pierre Dyckmans
Wenn in der Aachener Innenstadt die Bagger anrücken, kann man fast immer  davon ausgehen, dass Bauarbeiter auf Spuren des archäologischen Erbes  der Stadt stoßen. Kelten, Römer oder Karolinger - immer wieder werden  Relikte verschiedenster Epochen zutage befördert. So auch bei  Bauarbeiten für den Netzausbau in der Pontstraße. Dort fanden  Archäologen jetzt Überreste einer Festung aus der späten Römerzeit.
> weiterlesen, sehen & hören: Link zu WDR Studios NRW
12.03.2024 - Radio SAW
Sensationsfund in Quedlinburg
Über 1.000 Jahre altes Taufbecken entdeckt
Über Sachsen-Anhalt kann man vieles sagen, aber nicht, dass es keine Geschichte hat. Das zeigten zuletzt archäologische Funde auf dem Intel-Gelände.
Und schon gibt’s wieder eine Ausgrabung, dieses Mal in der Stiftskirche der Welterbestadt Quedlinburg.
Wer auf Geschichte steht, ist hier richtig.
... Wieder ein Stück Geschichte in Sachsen-Anhalt
Draußen schrillen die Geräusche von Hämmern und Bohrern vom Stiftsberg, während drinnen, im kühlen, halb unterirdischen Gewölbe der Kirche nur geflüstert wird.
Hier ist beim Verlegen neuer Kabel nur wenige Zentimeter unter dem Boden ein kleeblattförmiges Taufbecken aufgetaucht. Die Archäologen vermuten, dass es das älteste seiner Art nördlich der Alpen ist, über 1000 Jahre alt.
... Vom Taufbecken zum Reliquienschacht
Es könnte also sein, dass berühmte Töchter historisch relevanter Ottos hier getauft wurden. Zum Beispiel Mathilde, die Tochter von König Otto dem Großen oder Adelheid, die Tochter von Kaiser Otto dem Zweiten.
Das Landesamt für Denkmalpflege erhofft sich von dem Fund jetzt neue Erkenntnisse über die Zeit, in der die Frauen hier gelebt haben.
Später wurde an der Stelle des Taufbeckens ein Reliquienschacht eingelassen, in dem wertvolle Gegenstände aufbewahrt wurden, der war aber leer. Ebenso wie das Grab, durch das das Taufbecken später zerstört wurde. Wer hier begraben war, ist unklar.
> weiterlesen & Fotos: Link zu Radio SAW
Dezember 2023
15.12.2023 - Stadt Neuss
Jost Auler, Ein bemerkenswerter Neufund.
Der Retuscheur vom jungmesolithischen Fundplatz Rosellen 7.
Novaesium 2023. Neusser Jahrbuch für Kunst, Kultur und Geschichte 2023, S. 23- 31.
Aussagekräftige Fundstücke aus der Epoche des Mesolithikums, also den ersten Jahrtausenden nach dem Ende der letzten Eiszeit, sind ausgesprochen selten. Von einem Lagerplatz von Wildbeutern dieses Zeitabschnittes aus dem Süden des heutigen Neusser Stadtgebietes wurde nun ein solcher Fund bekannt. Es handelt sich um einen Retuscheur, also ein Gerät zur Feinbearbeitung von Werkstücken aus Feuerstein. Dieses Fundstück ist Thema der folgenden Aufführungen.

Lage des Fundplatzes Rosellen 7 westlich von Rosellerheide/Neuenbaum (Kartierung nach Aufnahme von Tranchot & von Müffling

12.12.2023 - MOLA - Museum of London Archaeology
Harpole Burial: One Year on!
(auszugsweise Übersetzung)
Ein Jahr nach der Entdeckung einer der vermutlich bedeutendsten frühmittelalterlichen Frauenbestattungen, die jemals in Großbritannien entdeckt wurden, werden die Untersuchungen zu diesem bemerkenswerten Fund fortgesetzt. Nach monatelanger mühevoller Arbeit im Labor haben unsere Spezialisten viele der empfindlichen Gegenstände gereinigt.  
Das Harpole-Grab – benannt nach dem nahe gelegenen Dorf Harpole in Northampton-shire – wurde erstmals im Jahr 2022 bei archäologischen Arbeiten entdeckt.
Die Halskette - vor und nach der Reinigung
Viele der 30 Anhänger und Perlen, aus denen die außergewöhnliche Halskette besteht, haben wir inzwischen gereinigt. Hierdurch wurde die ganze Pracht dieses Artefakts zum Vorschein gebracht: die komplizierten Goldarbeiten und die satten Farben der Halbedelsteine und des mehrfarbigen Glases wurden freigelegt.

Unsere Spezialisten können nun alle Teile der Halskette genauer untersuchen und versuchen, Fragen zur Herstellung zu beantworten. Eine zentrale Frage ist,
ob es sich bei den Anhängern um originale römische Münzen oder um speziell für die Halskette angefertigte Imitationen handelt.
> Quelle: Museum of London Archaeology
November 2023
30.11.2023 - Innlandet Fylkeskommune - (Provinz im südlichen Norwegen)
Svært sjelden gullmynt funnet i Innlandet
Sehr seltene Goldmünze im Landesinneren gefunden
(auszugsweise Übersetzung der Mitteilung der Gemeindeverwaltung)
Wir erhalten viele tolle Funde von Sondengängern, doch nun ist ein ganz besonderer Fund eingetroffen: Es handelt sich um einen sehr seltenen byzantinischen Histamenon nomisma.
Anm.d.V.: Histamenon nomisma war eine Bezeichnung für das Nomisma, die Entsprechung und Fortführung des Solidus, der römischen Goldmünze, im Byzantinischen Reich.  
Es handelt es sich um eine Goldmünze, die um 960 n. Chr. in Byzanz eingeführt wurde. Die Münze ist im norwegischen Kontext einzigartig.
Die Goldmünze wurde von einem Sondengänger in den Bergen in der Gemeinde Vestre Slidre gefunden. Es hat sich außergewöhnlich gut gehalten. Die Münze scheint seit ihrem Verlust vor vielleicht tausend Jahren weitgehend unverändert zu sein.
Die Münze wurde im Byzantinischen Reich geprägt, wahrscheinlich in der Hauptstadt Konstantinopel. Auf der Münze ist auf der einen Seite Christus mit der Bibel zu sehen, auf der anderen Seite sind vermutlich die Kaiser Basilius II. (links) und Konstantin VIII. (rechts) abgebildet. Die beiden waren Brüder und regierten gemeinsam.
Auf der anderen Seite vermutlich die Kaiser Basileios II. und Konstantin VIII.
Foto: Martine Kaspersen, Gemeinde Innlandet County
Auf einer Seite der Münze ist Christus abgebildet.
Foto: Martine Kaspersen, Gemeinde Innlandet County
Die Münze wurde spät in der Regierungszeit von Basilius II. und Konstantin VIII. geprägt, irgendwann zwischen 977 und 1025 n. Chr. Dies ist an der gepunkteten, dreifachen Umrandung der Münze zu erkennen.
Die Münze hat auch zwei Inschriften, eine in lateinischer Sprache mit der Aufschrift „Jesus Christus, König der Regierenden“ und eine in griechischer Sprache mit der Aufschrift „Basilikum und Konstantin, Kaiser der Römer“.
Darüber, wie die Münuze nach Innlandet gelangt ist, kann derzeit nur spekuliert werden. War es ein Teil von Harald Hardrådes Gehalt, den er mit nach Norwegen nahm, nachdem er 1034 in der Leibwache des byzantinischen Kaisers gearbeitet hatte? Er gehörte zur kaiserlichen Garde der Nordeuropäer, auch „Wächter“ genannt.
Die Sagen erzählen, dass Harald und seine Männer in jeder Hinsicht reich waren, als sie schließlich 1046 mit ihren mit Gold und anderen Wertsachen beladenen Schiffen nach Norwegen zurückkehrten.  
Der Münzfund erfolgte so spät im Herbst, dass wir noch keine Zeit hatten, den Fundort zu untersuchen. Dies wird 2024 geschehen. Über den Fundort können wir derzeit nicht mehr sagen. Das Kulturerbe im Landkreis Innlandet empfiehlt im Allgemeinen keine Detektorsuche in abgelegenen Gebieten. An dieser Stelle verweisen wir auf unsere Richtlinien zur Metalldetektion.
Oktober 2023
30.10.2023 - Rheinische Post - Xanten
„Sensationelle Entdeckung“
Archäologen finden römischen Palast auf Xantens Fürstenberg
Auf dem Fürstenberg in Xanten haben Archäologen eine „sensationelle Entdeckung“ gemacht: Im Boden fanden sie die Reste eines römischen Palastes. Sie haben auch eine Vermutung, wer ihn genutzt hat.
23.10.2023 - Rheinische Post - Xanten
Freilichtmuseum statt Gewerbegebiet
Wie der APX vor 50 Jahren in Xanten gegründet wurde
Der  APX wird jedes Jahr von Hunderttausenden Menschen besucht. In den  1960er Jahren hatte Xanten aber noch andere Pläne für das Gelände: Dort  sollte Gewerbe angesiedelt werden. Wie es dann doch anders kam.
Am Sonntag, den 1. Oktober 2023, veranstalten das  LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, die Nordeifel Tourismus GmbH und die Kommunen im Kreis Euskirchen die 16. Archäologietour Nordeifel.
Zwischen 10 und 18 Uhr können sechs Stationen besucht werden, an denen Bodendenkmäler von Fachleuten aus Archäologie, Paläontologie und Geschichte vorgestellt werden. Die Stationen können individuell oder im Rahmen von Busexkursionen angereist  werden. Die Busexkursionen bitte buchen unter www.nordeifel-tourismus.de oder telefonisch unter 02441 99457-0.
Folgende Stationen stehen 2023 auf dem Programm:
  • Korallen und Co im Mauerwerk von St. Margareta in Frohngau
  • Altsteinzeitliche Landnutzung bei Alendorf
  • Sanierung von Hochwasserschäden: die Aquäduktbrücke bei Vollem
  • Der Damm der Agrippastraße im Forst Schmidtheim
  • Der Reidemeisterfriedhof in Urft-Dalbenden
  • Der historische Ortskern von Olef
Nähere Informationen zu den Stationen gibt es im Flyer:
Bitte die Marker anklicken und mehr erfahren!
Zum besseren Lesen der Texte: Bitte in Vollbildansicht wechseln.
> Update: Erfahren Sie mehr über die Archäologietour Nordeifel 2023 in einem
> Fotobericht und Bildergalerien von den besuchten Stationen

September 2023
23.09.2023 - Aachener Zeitung / Lokales / Heinsberg
Bedeutend für die Geschichte der Menschheit
Sensationeller Fund aus der Jungsteinzeit in Waldfeucht
Was in Waldfeucht gefunden wurde, ist bedeutend für die Geschichte der Menschheit, deshalb muss es geschützt weren. Aber jetzt passiert erst einmal: nicht
Von Mirja Ibsen

August 2023
10.08.2023 - National Geographic / Geschichte und Kultur
1.300 Jahre alte Waffen: Fränkischer Krieger in Ingelheim ausgegraben
In einem merowingerzeitlichen Gräberfeld in Rheinland-Pfalz haben Forscher das Grab eines Kriegers entdeckt, der mit unzähligen wertvollen Waffen bestattet wurde. Es ist eines der wenigen Gräber aus der Region, die im Mittelalter nicht geplündert wurden.
Von Lisa Lamm
Der Krieger stammt vermutlich aus der Merowingerzeit und trug seine erstaunlich gut erhaltenen Waffen 1.300 Jahre unter der Erde bei sich.
Foto von Christoph Bassler / Stadt Ingelheim
Merowingische Gräberfelder sind in Rheinland-Pfalz keine Seltenheit. Das größte von ihnen befindet sich in Ingelheim. Das sogenannte Gräberfeld III fiel im Mittelalter immer wieder Plünderern  zum Opfer: Viele der Gräber wurden leergeräumt – oft findet man keine Grabbeigaben mehr.
Nun haben Forschende inmitten der geplünderten Gräber allerdings einen sensationellen Fund gemacht: ein unberührtes Grab, in dem bis heute ein fränkischer Krieger aus dem 7. Jahrhundert ruht – mitsamt seinen gut erhaltenen Waffen. Der Fund bietet Grabungsleiter Christoph Bassler und seinem Team die Möglichkeit, mehr über merowingerzeitliche Bestattungsriten und Waffen in Erfahrung zu bringen.
> weiterlesen in National Geographic
Juli 2023
14. Juli 2023 - Nordisch.info / Archäologie & Geschichte
Norwegen: Wikingergrab-Fund in Hausgarten entpuppt sich als archäologische Schatztruhe
Von Stephan Hartmann
Foto 6: Die Hausbesitzerin (links) bei der Begutachtung des überraschenden Fundes. Foto: Joakim Wintervoll
Vor einigen Tagen hat eine norwegische Familie in ihrem Hausgarten eine sensationelle Entdeckung gemacht: ein etwa 1100 Jahre altes  Wikingergrab. Zum Vorschein kam zuerst eine steinerne Grabplatte, dann ein Schwert, woraufhin sich der Herr des Hauses direkt an ein  Archäologen-Team wandte.
Juni 2023
Stiftshoffest am Sonntag, 18. Juni 2023, 10 - 18 Uhr, in Nideggen-Wollersheim
Archäologie und Handwerk zum Anfassen
Tag der offenen Tür in der Außenstelle Nideggen des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland
Anfahrt: Stiftshof Wollersheim, Zehnthofstraße 45, 52385 Nideggen
Bildergalerie vom Pressetermin am 06.06.2023 zum Stiftshoffest des LVR-ABR
in Nideggen-Wollersheim am 18.06.2023, Fotos: Hermann-Josef Heinen
> zur Bildergalerie: Bitte das Vorschaubild anklicken.
Nideggen, 6. Juni 2023. Zahlreiche Mitmachaktionen, spannende Vorführungen und erstaunliche archäologische Funde: Ein attraktives Programm macht das Stiftshoffest am Sonntag, 18. Juni, von 10 bis 18 Uhr zu einem Erlebnis für alle Interessierten im historischen Stiftshof in Nideggen-Wollersheim. Der Tag der offenen Tür der Außenstelle Nideggen des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland (LVR-ABR) ist in diesem Jahr Teil der Europäischen Archäologietage (16.–18. Juni), an denen archäologische Einrichtungen in ganz Europa ihre Pforten öffnen.
Als besonderes Highlight können die Besuchenden dabei zuschauen, wie das Grabungsteam der Außenstelle vorgeschichtliche Urnen aus der Bronze- oder Eisenzeit (ca. 2000 v. Chr. bis um Christi Geburt) freilegt und dokumentiert. Die im Block geborgenen Grabungen stammen von einer Ausgrabung im Kreis Düren.
In einer eigenen Ausstellung werden im Stiftshof besondere archäologische Ergebnisse aus der Region präsentiert. „Die wohl spektakulärsten Funde in den letzten Jahren waren die verkohlten Getreidereste vom Alten Burgberg bei Euskirchen-Kreuzweingarten, denn sie schreiben Kulturgeschichte. Damit können wir belegen, dass Errichtung und Nutzung des Ringwalls etwas früher datieren als bisher angenommen“, so Dr. Petra Tutlies, Leiterin der Außenstelle Nideggen des LVR-ABR. Anhand von Schautafeln und originalen Fundstücken werden jüngst entdeckte Fundplätze im südwestlichen Rheinland thematisiert. Auch pflanzliche Fossilien aus den tertiären Schichten (vor 66 bis 2,5 Millionen Jahren) der Tagebaue des rheinischen Reviers sind zu sehen. Der Geologe Ulrich Lieven erläutert den Gästen fachkundig die erdgeschichtliche Bedeutung der Stücke.
Neben der Archäologie geht es bei dem Tag der offenen Tür auf dem gesamten Gelände auch um historisches Handwerk: Das Herstellen einer Fachwerkwand und das Flechten mit Ruten an einer Lehmwand sind einige der Höhepunkte des Festes. Ein Töpfer und ein Schmied sowie viele weitere Handwerke zeigen ihre historischen Techniken und laden zu Gesprächen und zum Mitmachen ein. Die handwerklichen Arbeiten sind für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen und nicht zuletzt auch für Kinder geeignet, da viele Gegenstände angefasst und die Tätigkeiten auch ausprobiert werden können.
Speziell für kleine und „große“ Kinder stehen wieder viele Aktionen auf dem Programm: Eine Ausgrabung im Sandkasten, ein erlebbares Hochwassermodell, Textilien können gefilzt, Speerschleudern und Bogenschießen können erprobt, eine römische Soldatenrüstung kann anprobiert und der beliebten Märchenerzählerin Berenike Wannenmacher gelauscht werden.
Nicht zuletzt können die Gäste in einer Tastbox Fundstücke ertasten und erraten, worum es sich handelt. Keltische Siedler, ein römischer Reiter und mittelalterliche Landsknechte beleben außerdem das bunte Treiben auf dem Hof. An einem Infostand wird über das UNESCO-Welterbe Niedergermanischer Limes informiert, der Freundeskreis Römerkanal weckt das Interesse an dem bedeutendsten technikgeschichtlichen römischen Denkmal im Rheinland und die Grube Wohlfahrt lädt zum Entdecken der Montangeschichte in der Eifel ein. Es werden eine Führung durch die Ausstellung und über das Gelände für gehörlose und hörgeschädigte Personen mit der Gebärdensprachdolmetscherin Claudia Dubbelfeld (12 Uhr) sowie Führungen in leichter Sprache (bei Bedarf) angeboten. Das Gelände ist teilweise gepflastert, aber mit Rollstühlen befahrbar, das Hauptgebäude ist auch über eine Rampe zu erreichen.
Quelle: Presseinformation von Jens Schubert, LVR-ABR vom 06.06.2023
Archäologie in Deutschland - aid-magazin 03 2023 - Juni - Juli
Gerettetes Puzzlestück
2022 grub ein illegaler Sondergänger ein Tüllenbeil bei Hemer, Märkischer Kreis, aus und wollte es über die Sozialen Medien verhehlen. Dies bemerkte ein lizensierter Sondergänger und meldete den Vorfall der LWL-Archäologie für Westfalen, die daraufhin in Kooperation mit der Polizei das Artefakt noch rechtzeitig sicherstellen konnte.
Von M. Zeiler
Mai 2023
WDR Nachrichten - 03.05.2023
Sensationsfund: Münze von Karl dem Großen und Königin Fastrada in Aachen
Die Stadt Aachen hat am Mittwoch eine Sensation präsentiert: eine Münze, auf der nicht nur Karl der Große genannt wird, sondern auch seine vierte Ehefrau Fastrada. Sie ist das  einzige bekannte Beispiel dafür, dass eine Königin auf einer karolingischen Münze erscheint.
Von Ulrike Zimmermann
Die Münze war in einem Pariser Vorort bei einem  Münzhändler entdeckt worden. Der sogenannte Denar, wie die Währung der  Münze heißt, ist gerade einmal 1,63 Gramm schwer, hat einen Durchmesser  von 21 Millimetern und ist aus brüchigem Silber. Sie war in zwei Teile gebrochen und wurde geklebt.
Auf der Vorderseite steht: CARoLVSREXFR,
also Karl, König der Franken.
Auf der Rückseite liest man:
FASTRADA REGIN.
Das A von Regina, also Königin, fehlt.
Vorderseite der Münze: "Karl, König der Franken"
Rückseite der Münze: "Königin Fastrada"
Fachleute gehen davon aus, dass die alte Münze irgendwann in der Zeit zwischen der Münzreform Karls des Großen im Jahr 793 und dem Tod seiner Ehefrau Fastrada im Sommer 794 geprägt wurde, vermutlich im Raum Aachen.
April 2023
22.04.2023 - Veranstaltung - LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland
Tag der offenen Grabung in der römischen „Landstadt“ auf dem Fürstenberg
Das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland lädt zum Grabungsbesuch ein
Am Samstag, den 22. April 2023, bietet das LVR-Amt für  Bodendenkmalpflege im Rheinland (LVR-ABR) allen Interessierten einen  Einblick in die eindrucksvollen Befunde und Ergebnisse der  Untersuchungen auf dem Fürstenberg bei Xanten. Die Archäolog*innen  führen Sie von 11 bis 16 Uhr über die Ausgrabung.
> Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Website des LVR-ABR:
Foto: Marcel Zanjani/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland
20.04.2023 - Presseinformation - LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland
Eindrucksvolle Vorstadt vor den Toren des römischen Legionslagers auf dem Fürstenberg
Untersuchungen des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland liefern neue Erkenntnisse zum UNESCO-Welterbe bei Xanten

Dicht unter der Oberfläche des Ackers kamen die Mauerfundamente eines im Innern runden Raumes zum Vorschein, der typisch für römische Bäder ist.
Foto: Marcel Zanjani/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland
Rückblicke
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Archiv
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Xanten, 20. April 2023. Auf dem Fürstenberg bei Xanten untersucht das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland (LVR-ABR) seit einigen Jahren mit modernen Prospektionsmethoden die Bebauung im Vorfeld des römischen Legionslagers Vetera castra. Dabei hat sich gezeigt, dass die sogenannte canabae, die Lagervorstadt, deutlich größer und besser ausgebaut war als bislang angenommen. Zur Überprüfung der Ergebnisse und der Erhaltung der antiken Substanz haben die Archäolog*innen der Außenstelle Xanten des LVR-ABR nun dort eine Ausgrabung mit minimalen Bodeneingriffen durchgeführt.
> weitere Informationen siehe Presseinformation des LVR-ABR als -Download
Westphal, Markus (2023)
70 Jahre "Landschaft in Not": Appelle gegen die  Zerstörung unseres Kulturerbes im Rheinischen Braunkohlenrevier.
Archäologische Informationen 45, Early View, online publiziert 13. Febr. 2023.
> Beitrag als [PDF] herunterladen.
Vorbemerkung des Verfassers
Bei dem folgenden Beitrag handelt es sich nicht um einen wissenschaftlichen Aufsatz, sondern um die Bilanz eines jahrzehntelangen Versagens von Politik und Denkmalpflege. Außerdem wiederholt der Beitrag den schon 1953 in der Denkschrift „Landschaft in Not“ geäußerten Appell, die Zerstörung unseres Kulturerbes nicht (länger) zuzulassen. Der Verfasser wohnt im Kreis Heinsberg, in den sich der Tagebau Garzweiler II seit rund einem Jahrzehnt hunderte Meter tief hinein gräbt und eine geschichtslose Landschaft hinterlässt. Als Archäologe M.A. und durch seine Tätigkeit als freier Journalist wurde der Verfasser schon vor Längerem auf dieses Thema aufmerksam und beschäftigt sich seit 2018 intensiv damit.
März 2023
21.03.2023 - National Geographic
1.000 Jahre alter Goldschatz in den Niederlanden gefunden
In Nordholland hat ein privater Schatzsucher eine wohl einmalige Entdeckung gemacht: Mit seinem Metalldetektor stieß er auf eine seltene Sammlung aus Goldmünzen und Goldschmuck  aus dem Hochmittelalter.
Von Lisa Lamm
> weiterlesen auf www.nationalgeographic.de
Der gesamte bei Hoogwoud gefundene Schatz: 39 Goldmünzen, vier goldene Ohrringe und zwei Stücke Blattgold. Foto von Archeologie West-Friesland./ Fleur Schinning
Archäologie im Rheinland 2022
- Im Tod unsterblich
Jahresausstellung des LVR-ABR
und des LVR-LandesMuseums Bonn
1. März - 20. August 2023
im LVR-Landesmuseum Bonn
Die  „Archäologie im Rheinland“ widmet sich in diesem Jahr Gräbern von der Jungsteinzeit bis in die Neuzeit. Anhand von Neufunden, aber auch weiteren ausgewählten Grabfunden mit teils spektakulärer Ausstattung beleuchtet sie, wie menschliche Gemeinschaften mit ihren Verstorbenen umgingen und welche Rückschlüsse Archäologinnen und Archäologen daraus ziehen.
> mit einem Bericht von der Eröffnung, einer Bildergalerie und zwei Nachlesen
Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland - Fund des Monats März 2023
Französische Lebensart am Niederrhein   
Ein besonderes Grab aus der mittleren Eisenzeit (Frühlatène,  450–250 v. Chr.) wurde im Brandgräberfeld von Weeze-Knappheide, Kreis  Kleve, freigelegt. Es war mit gleich fünf, äußerst qualitätvollen  Gefäßbeigaben für diese Zeit außergewöhnlich reich ausgestattet.
In  dem urnenlosen Doppelgrab waren der Leichenbrand einer 34-jährigen Frau  und einer 46-jährigen Person, deren Geschlecht nicht zu bestimmen war,  beigesetzt. Während der Leichenbrand in der Nordwesthälfte lag,  verteilten sich die Beigefäße auf drei Bereiche: Im Nordwesten befand  sich eine Flasche mit einer kleinen Trinkschale, im Südosten lag eine  weitere Flasche mit Trinkschale sowie leicht mittig eine Schüssel. Die  unterschiedlichen Standorte lassen darauf schließen, dass die  Hinterbliebenen jedem Toten ein Trinkgeschirrset, bestehend aus Flasche  und Trinkschale, mitgegeben hatten. Die Schüssel könnte man aufgrund  ihrer eher mittigen Lage beiden Verstorbenen zuordnen.
Julia Rücker
In der Ausstellung „Archäologie im Rheinland – Im Tod unsterblich“ finden Sie zwei weitere, besondere Gräber aus Weeze-Knappheide und viele andere mehr.
> mehr... (Link zur Seite "Fund des Monats" beim LVR-ABR)
Foto: Jürgen Vogel, LVR-LandesMuseum Bonn
Februar 2023

Historischer Verein Wegberg e.V. - 2024 - Letzte Änderung: 20.01.2024

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