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Historischer Verein Wegberg e.V.

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Panorama-Aufnahme Wegberg mit Burg Wegberg, Forum, Wegberger Mühle, Rathaus und Pfarrkirche St. Peter & Paul, Foto: Heinen
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> Kirchen in NL:

Wegberger Ortsteile > Rath-Anhoven
Auf der Suche nach weiteren Verlegeorten der Fliesentableaus "St.Georg" und "Papstwappen"
Vorwort
Vielen Dank, dass Sie auch diese Seite aufgerufen haben. Sie zeigt die Ergebnisse der Suche nach weiteren Verlegeorten der Mettlacher Mosaik-Platten und Fliesentableaus in Kirchen in den Niederlanden.
Ausgangspunkt der Recherche war die "Entdeckung" von zwei recht seltenen Fliesentableaus der damaligen "Mosaik-Fabrik Villeroy & Boch in Mettlach".
Hermann-Josef Heinen
Fliesentableau "Päpstliches Wappen"", Villeroy & Boch,
Fotos (2): Hermann-Josef Heinen, Okt. 2011
Fliesentableau "St. Georg im Kampf mit dem Drachen", Villeroy & Boch
s.a.: Unterwegs in Wegberg, Ausgabe 1/2011
Mettlacher Fliesen in Kirchen in den Niederlanden
- Verlegeorte der Fliesentableaus "St. Georg" und "Papstwappen"
Auch in den Niederlanden setze sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts der neugotische Stil beim Bau von Kirchen durch. Neben Pierre Cuypers war Wilhelm Victor Alfred Tepe (* 1840 in Amsterdam - † 1920 in Düsseldorf) einer der bedeutensten Architekten der Neugotik in den Niederlanden.
Die Tätigkeit der St. Bernulphusgilde ist in einem Kirchenfenster der St. Michaelskirche in Schalkwijk festgehalten.
Tepe war führender Architekt der St. Bernulphusgilde, einer Gruppe katholischer Geistlicher, die die Wahrung der nationalen Tradition und Fachkunde in religiöser Kunst und Architektur zum Ziel hatten und die in der niederländischen Neugotik großen Einfluss hatte.
Die durch die niederrheinische Gotik inspirierte Neugotik dieser Utrechter Schule unterscheidet sich deutlich von der moderneren Amsterdamer Schule  rund um Cuypers.
Tepes Kirchen zeichnen sich durch einen meist einfachen, aber  durchdachten Baustil aus, mit nach Möglichkeit hohen Westtürmen.  Aufwändige Ornamente an den Außenseiten sucht man vergeblich. Ausnahme  sind die typisch rheinländischen Balustraden, Nischen und Ziertürmchen  an den Stirnfassaden an einigen von Tepes Bauwerken.
Von 1865 bis 1867 arbeitete Tepe in Köln für einen der wichtigsten deutschen Architekten der Neugotik, Vincenz Statz, und war auch an der Restauration des Kölner Doms beteiligt. 1867 kehrte Tepe nach Amsterdam zurück, wo er bei einem Architekten namens Ouderterp arbeitete. 1872 zog er nach Utrecht. Dort wurde er zu einem der wichtigsten Unterstützer der St. Bernulphusgilde.
Insbesondere der Gebrauch von einheimischen Materialien wie Backsteine war von Bedeutung. So entwarf Tepe zwischen 1871 und 1905 70 Backsteinkirchen. Die Innenausstattung der Kirchen wurde in vielen Fällen durch Künstler, die ebenfalls der St. Bernulphusgilde angeschlossen waren, ausgeführt. Alfred Tepe arbeitete in mehreren Kirchen, so auch in Raalte, mit dem Bildhauer Friedrich Wilhelm Mengelberg (* 1837 Köln - † 1919 Utrecht) zusammen.
P. M. Heijmink Liesert führt in seinem Buch über die Kirche in Schalwijk "De Kathedraal van het Sticht" eine Reihe von Kirchen auf, die von Architekt Alfred Tepe entworfen worden sind:
  • 1874–1875 Jutphaas: St. Nikolauskirche (Sint-Nicolaaskerk)
  • 1874–1876 Arnhem: St. Martinskirche (Sint-Martinuskerk)
  • 1876 - Mijdrecht-Wilnis
  • 1876–1877 Utrecht: St. Willibrord (Utrecht) (Sint-Willibrorduskerk)
  • 1877 - Beesd
  • 1878–1879 Schalkwijk: St. Michaelskirche (Sint-Michaëlskerk)
  • 1879 - Vianen
  • 1880–1881 Harlingen: St.-Michael-Kirche (Sint-Michaëlskerk)
  • 1881–1883 Amsterdam: Sint-Franciscus Xaveriuskerk
  • 1883 - Vinkeveen
  • 1885 - Houten
  • 1885 - Maarsen
  • 1885–1887 IJsselstein: St. Nikolauskirche (Sint-Nicolaaskerk)
  • 1888 - Benschop
  • 1891–1892 Raalte: Kreuzerhöhungsbasilika (H. Kruisverheffingskerk)
  • 1895–1897 ’s-Heerenberg: St. Pankratius
  • 1897 Tubbergen: St. Pancratius
  • 1899 - Everdingen
  • 1899–1901 Utrecht: Sint-Martinuskerk
  • 1904–1906 Bawinkel: St. Alexander

Für Bodenbeläge in den von Tepe erbauten Kirchen hatte Villeroy & Boch Mettlach fast eine Monopolstellung. Besonders schöne Arbeiten mit Mettlacher Platten wurden von Villeroy & Boch in folgenden Kirchen ausgeführt:
  • 1887 - Heilige Michaëlkerk in Schalkwijk
  • 1889 - Sint Nicolaasbasiliek in Ijsselstein
  • 1890 - Onze-Lieve-Vrouwe-Hemelvaart in Vianen
  • 1891 - Onze-Lieve-Vrouwe-Hemelvaart in Houten
  • 1891-92 - Basiliek van de Heilige Kruisverheffing in Raalte

In St. Michael in Schalkwijk und in der Kreuzerhöhungskirche in Raalte wurden auch die Mettlacher Bildtafeln No. 516 "St. Georg" und No. 517 "Papstwappen" verlegt. (siehe die weiteren Ausführungen)

Wilhelm Joliet nennt auf seiner Website "Die Geschichte der Fliese" noch zwei weitere Kirchen in den Niederlanden:
  • St. Antonius von Padua in Kortenhoef und in der
  • Petrus und Paulus-Kirche in Hengevelde
Er beruft sich hierbei auf die Publikationen von P.M. Heijmink Liesert. Er belegt dies allerdings lediglich mit Fotos aus Raalte und einem Foto (St.Georg) aus Schalkwijk.


Kreuzerhöhungsbasilika in Raalte, Overijssel, NL
Mettlacher Bildplatten in der Kreuzerhöhungsbasilika in Raalte, Overijssel, NL
Die zum Erzbistum Utrecht gehörende römisch-katholische "Basiliek van de Heilige Kruisverheffing" wurde in den Jahren 1891 und 1892 als dreischiffige Hallenkirche mit Turm nach einem Entwurf von Alfred Tege in neugotischem Stil errichtet.
Der neugotische Hochaltar und zwei Seitenaltäre wurden in der Werkstatt von Friedrich Wilhelm Mengelberg, wie Alfred Tepe Mitglied der St. Bernulphusgilde, ausgeführt.
Petrus Matthias Snickers, Erzbischof von Utrecht, weihte die Kirche am 19. Oktober 1892 ein. Sie erhielt neben dem Patrozinium des heiligen Kreuzes auch das des hl. Antonius von Padua. Am 25. April 1992 wurde die Kirche zur ‚Basilika minor‘ erhoben. Dies ist ein Ehrentitel, den der Papst einem bedeutenden Kirchengebäude verleihen kann. Die Kreuzerhöhungsbasilika ist als Rijksmonument 32265 eingetragen.
Basiliek van de Heilige Kruisverheffing in Raalte, NL, Overijssel
Architekt Alfred Tepe ließ 1891 die Kirche in Raalte umfangreich und mit besonders schönen Motiven aus der Mosaik-Fabrik Villoroy & Boch ausstatten. Da es in Raalte - Gott sei dank - keine Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen gegeben hat, finden sie sich auch heute (2025) noch an den originalen Verlegeorten. Hierzu zählet ein sternenförmiges Ornament, das bereits im Eingangsbereich beeindruckt. Auch findet sich in Raalte vor dem Altarpodest das Fliesentableau "St. Georgius" (St. Georg, ndl. St. Joris, V&B, No. 516) sowie in den beiden Seitenschiffen vor den Seitenaltären das Fliesentableau "Papstwappen" (V&B, No. 517) gleich zweifach!
Fliesen-Tableau "St. Geogius" vor dem Altarpodest
Sternenförmiges Ornament im Eingangsbereich der Kirche
Detail: Sternenförmiges Ornament im Eingangsbereich der Kirche
Detail: Fliesen-Tableau "St. Geogius" vor dem Altarpodest
Mosaik-Tableau "Papstwappen" von dem rechten Seitenaltar
Mosaik-Tableau "Papstwappen" vor dem linken Seitenaltar
Detail; Fliesen-Tableau "Papstwappen"
Quellen:
Geschiedenis van Raalte, Th. A.M. Thielen en H. Kruisverheffing 1892-1992, W.G.Th. Ramaekers o.s.b
Fotos:
Hermann-Josef Heinen, 2025
> weitere Fotos von der Kirche sehen Sie in einer Bildergalerie (i.V.)
Pfarrkirche St. Michael in Schalkwijk, NL
Mettlacher Fliesen in der Pfarrkirche St. Michael in Schalkwijk, NL
Schalkwijk ist ein Ort in der Provinz Utrecht. Die H.Michaëlkerk ist eine römisch-katholische Pfarrkirche im niederländischen Dorf Schalkwijk (Gemeinde Houten). Die Kirche ist dem Erzengel Michael geweiht.
Die St.-Michael-Kirche stammt aus dem Jahr 1879 und ist eine neugotische Kreuzbasilika. Der Hauptarchitekt ist Alfred Tepe. Die Innenausstattung wurde von Friedrich Wilhelm Mengelberg entworfen. Die Kirche hat einen hohen Westturm.
Pfarrkirche St. Michael in Schalkwijk, NL
H.Michaëlkerk in Schalkwijk
Gemeinde Houten, Provinz Utrecht
Jonkheer Ramweg 18,
3998 JP Schalkwijk, Niederlande
Telefon: +31 6 29473968
Die St. Michaelskerk in Schalkwijk wurde in der Jahren 1877 bis 1879 erbaut. Man nennt sie auch "De Kathedral an het Sticht" (so auch der Titel des Buches von P.M. Heijmink Liesert). Sie verdankt diesen Namen ihrer enormen Höhe und Größe.
"Het Sticht" war das Gebiet, über das die Bischöfe von Utrecht im Mittelalter ihre Herrschaft als lokale weltliche Autorität ausübten.
Die St. Michaeliskirche ist einer der Höhepunkte in der Karriere des Architekten Alfred Tepe. Sie ist eine große, dreischiffige, kreuzförmige Basilika im neugotischen Stil. Nur wenige Kirchen sind so reich mit Ornamenten wie diese verziert, mit Nischen, Balustraden und Fialen. Das Querschiff ist viel detailreicher als üblich für Tepe und zeigt Einflüsse der norddeutschen Gotik.
Der Turm ist mit Blendnischen verziert; die tribünenartigen Nischen im dritten Turmsegment wurden von denen der reformierten Kirche in Houten inspiriert. An der Südseite des Chors befindet sich eine achteckige Sakristei mit einem hölzernen Dachreiter. Das Seitenschiff hat auf der Nordseite einen polygonalen Abschluss, auf der Südseite ist ihm eine polygonale Kapelle vorgelagert. Beidseitig des Mittelschiffs schließen sich an die Seitenschiffe kleine Räume an. Der südliche Raum besitzt einen achteckigen Treppenturm.
Der Innenraum Pfarrkirche St. Michael in Schalkwijk beeindruckt durch seine polychrome und farbenfrohe Bemalung und aufwändige Boden- und Wandfliesen.
Nach der Restaurierung 2010/11 erstrahlt der Innenraum von allen Seiten. Anschließend wurde die polychrome und farbenfrohe Bemalung fachmännisch gepflegt, die die Mitglieder der St. Bernulophus-Gilde hier Ende des 19. Jahrhunderts geschaffen haben.
Der Innenraum Pfarrkirche St. Michael in Schalkwijk beeindruckt durch seine polychrome und farbenfrohe Bemalung und aufwändige Boden- und Wandfliesen.
Andachtsstatuette der "Maria van Schalkwijk" aus dem 14. Jh. vor der aufwendigen Wandgestelatung mit Wandfliesen der Mosaik-Fabrik Villeroy & Boch
Figur des Heilgen Antonius von Padua, Otto Maria Maximilian Mengelberg (Aachen-Burtscheid 1867 - Utrecht 1924), vor der aufwendigen Wandgestelatung mit Wandfliesen der Mosaik-Fabrik Villeroy & Boch
P.M. Heijmink Liesert hat auch zur Verlegung der Bodenfliesen recherchiert und dies ausführlich in seinem Buch über die Schalkwijker Kirche geschildert. Als Zeitraum der Verlegearbeiten der Mettlacher Boden und Wandfliesen nennt er den August 1887. Darüber hinaus kann er auch die Stifter mit ihrem Namen und die Höhe der Spenden belegen.
Die kurze Bauzeit der Kirche von 1877 bis 1879 blieb nicht ohne Folgen, denn einige Jahre später traten Mängel zutage. Aufsteigende Feuchtigkeit beschädigte den Innenraum und es entstanden Risse im Mauerwerk. Letztlich befand sich die Kirche in einem so schlechten Zustand, dass über einen Abriss nachgedacht wurde. Glücklicherweise wurde 1930 eine andere Entscheidung getroffen.
Auch der Mettlacher Fliesenboden war in einem sehr schlechten Zustand. Bei der umfangreichen Restaurierung 1931–1933 wurde der Boden 1931 entfernt und im Juli 1932 weitgehend neu verlegt. Der Boden wurde 1987 erneut restauriert.
Im Februar 2010 wurde erneut mit der grundlegenden Stabilisierung und Sanierung der Kirche begonnen. Die abgeschlossene Restaurierung wurde am 2. Juni 2011 feierlich gefeiert. Der Mettlacher Fliesenboden ist wieder ein wesentlicher Bestandteil der Innenausstattung von St. Michael.

Gleich im Eingangs wurden die auch in Raalte verlegten Fliesentableaus mit den Tiersymbolen verlegt, allerdings mit einer anderen Randeinfassung.
Fliesentableau "Löwe"
Fliesentableau "Fisch"
Fliesentableau "Adler"
Fliesentableau "Salamander"
Vor den Seitenaltären und Gängen finden sich weitere Motivfliesen.

Fliesentableau "Hirsch mit Schlange" in der Pfarrkirche St. Michael in Schalkwijk, NL
Bodenfliese in der Pfarrkirche St. Michael in Schalkwijk, NL.
Vor dem Altarpodest im Kirchenschiff ist ein großes Fliesentableau in den Boden eingearbeitet, das Georgius oder den Heiligen Georg in Rüstung zu Pferd zeigt.
 
 
Georgius oder St. Georg ist das Symbol des kämpferischen Christen, der die Kirche verteidigt. Er wurde zum Schutzpatron der Ritter (insbesondere der Kreuzfahrer), der Kavallerie und der Pfadfinder.
Fliesentableau "St. Georg"
Fliesentableau "St. Georg" in der Pfarrkirche St. Michael in Schalkwijk, NL
Bei den Renovierungsarbeiten 1931-1932 ist ein Missgeschick passiert: P.M. Heijmink Liestert (1995, S.51-52) schreibt hierzu (dt. Übersetzung):
Sechzehn Kacheln mit Text wurden wie eine Randbeschriftung um das Kacheltableau herum platziert. Bei der Restaurierung im Jahr 1931 wurden alle Fliesenböden aus dem Kirchengebäude entfernt und 1932 zurückgegeben oder durch andere ersetzt. Die sechzehn Kacheln rund um das Kacheltableau des Heiligen Georg wurden nicht in der richtigen Reihenfolge zurückgegeben. Dies wurde später entdeckt, aber es konnte nichts geändert werden.
1987 wurde dieses Tableau, das 1964 unter der provisorischen Altarbühne gelandet war und daher nicht mehr sichtbar war, durch die Platzierung vor der letzten Altarbühne wieder sichtbar gemacht. Aufgrund der Unwissenheit der am Umzug im Jahr 1987 beteiligten Personen wurden die Fliesen nicht in der richtigen Reihenfolge verlegt.
Der Text in der Reihenfolge der sechzehn Kacheln lautet jetzt: GEO RI.O US.F IDE LMS TOR .DNI. X.ET. FELI ELIA PRO RGI .MIL ES.X .INCL ITUS
Die richtige Reihenfolge sollte sein: GEO RGI US.F IDE LMS .MIL ES.X RI.O FELI X.ET .INCL ITUS .DNI. PRO ELIAH TOR
Der korrekte Text lautet dann: Georgius fidel(issi)m(u)s miles Xri (= Christi) o felix et inclitus D(omi)ni proeliator.
(O Georgius, der treueste Soldat Christi, glücklicher und berühmter Krieger des Herrn).
Die Richtigkeit der korrekten Reihenfolge der sechzehn Kacheln konnte anhand desselben Kacheltableaus in der Pfarrkirche des Heiligen Antonius von Padua in Kortenhoef, außerdem in der Peter-und-Paul-Kirche der Wegdam-Gemeinde in Hengevelde in Twente und auch in der Pfarrkirche der Erhöhung des Heiligen Kreuzes in Raalte in Sallandse überprüft werden. (P.M. Heijmink Liesert, 1995).
Anm.: siehe hierzu das gleiche "Missgeschick" in der Kirche St. Gudula" in Rhede.

Kirche St. Antonius von Padua in Kortenhoef
Kirche St. Antonius von Padua in Kortenhoef
Kortenhoef ist ein Dorf in der Gemeinde Wijdemeren in der niederländischen Provinz Nordholland
1879 erteilte der Erzbischof von Utrecht die Genehmigung, den Bau der Kirche und des Presbyteriums nach einem Entwurf des Architekten Alfred Tepe auszuschreiben. Die Arbeiten begannen im Juli diesselben Jahres und im Juni 1880 wurde die fertige Kirche geweiht.
Algemeine informatie Antoniusparochie
Wim Balk, diakon
Adresgegevens
Kerklaan 24,
1241 CM Kortenhoef
Tel. 035 - 656 1285
E-mail: secretariaat@kanparochies.nl
Openingstijden secretariaat
Dinsdag en donderdag van 9:00 tot 12:00
Contactpersonen:  
Jan Hesp  Anneke Dorlandt

Die Kirche ist wie alle Kirchen von Tepe im neugotischen Stil gehalten. Es handelt sich um eine dreischiffige Hallenkirche mit einem eher schlichten Äußeren, abgesehen von den diagonal angeordneten Strebepfeilern an den äußeren Ecken des Kirchenschiffs.
Das Innere der Kirche
Die gesamte Innenausstattung der Antoniuskirche konnte in relativ kurzer Zeit fertiggestellt werden. Sie wurde im Laufe der Jahre nach den Richtlinien der Sint Bernulphusgilde entworfen und gefertigt. Die Altäre, die ehemalige Kanzel (1939 entfernt) und die Kommunionbank (1967 entfernt) wurden vom Bildhauer Mengelberg gestaltet.
Die Wandfliesen
Das Besondere an dieser Kirche ist die vollständige Fliesenverkleidung aller Wände im Innenraum, eine Seltenheit in unserem Land. Dies geschah aus technischen Gründen, nämlich um das Eindringen von Feuchtigkeit in die Wände zu verhindern. Die bunt verzierten Fliesen waren ein Überbleibsel aus dem Bau des Amsterdamer Hauptbahnhofs und wurden zwischen 1887 und 1900 von Klaas Windt, einem Gemeindemitglied aus ’s-Graveland, angebracht, der dies ganz allein tat.
Die vielfarbigen Fliesen, die auf jeden Besucher, der die Kirche zum ersten Mal betritt, einen überwältigenden Eindruck machen, waren während der Vorbereitungen zur großen Restaurierung der Kirche in den 1980er Jahren Gegenstand heftiger Diskussionen.
Die bedeutendste Veränderung im Inneren erfolgte 1986 mit dem Bau des heutigen liturgischen Zentrums. Hierbei wurden die ursprünglichen Fliesenböden übernommen und in den neuen Boden des liturgischen Zentrums eingearbeitet. Das ursprünglich vor der Kommunionbank befindliche Fliesenmosaik mit der Darstellung des Heiligen Georg mit dem Drachen erhielt dort einen prominenten Platz: "Het tegelmozaïek met de voorstelling van St. Joris met de draak, dat oorspronkelijk in de vloer vóór de communiebank lag, kreeg daarin een prominente plaats."
Quelle: Het kerkgebouw van de Antoniusparochie > Website der Pfarre Kortenhoef
Petrus und Paulus-Kirche in Hengevelde
Petrus und Paulus-Kirche in Hengevelde
Hengevelde ist ein Dorf in den östlichen Niederlanden in der Provinz Overijssel an der Grenze zum Münsterland.
Die Kirche Peter und Paul in Hengevelde ist 1845 erbaut worden. Sie wurde während des Zweiten Weltkrieges so sehr zerstört, dass sie 1945 abgerissen werden musste.
1953 wurde ein Neubau errichtet. Daher lag die Vermutung nahe, dass die beiden in der alten Kirche verlegten Fliesentableaus "St. Georg" und das "Papstwappen" ähnlich wie in der Liebfrauen-Kirche in Dortmund auch hier zerstört worden wären.
H.H. Petrus en Pauluskerk Hengevelde
Goorsestraat 19
7496 AB  Hengevelde
Niederlande
Prov.: Overijssel


Im Februar 2025 melde sich das Pfarramt von Hengevelde mit einer erfreulichen Nachricht: "Het goede nieuws is dat de beide tegeltableaus behouden zijn en zich  bevinden in de nieuwe kerk die na de Tweede Wereldoorlog is gebouwd.  Pastoor Kormelink heeft zich destijds ingespannen deze twee tableaus uit  de gebombardeerde kerk van Te Riele over te brengen naar de nieuwe  kerk."
Zusammengefasst: Pastor Kormelink hat sich beim Bau der neuen Kirche dafür eingesetzt, dass beide Tableaus gerettet wurden und im Neubau der Kirche wieder einen Platz fanden. Lediglich die Einfassung sei verloren gegangen.
Hier zwei Fotos aus "Peter und Paul" aus Hengefelde, die Jan G.M. Put, Vicevoorzitter/secretaris parochiebestuur Heilige Geestparochie aus Hengevelde zur Verfügung gestellt hat.
Fliesentableau "Papstwappen",
in der Kirche "Peter und Paul",
Hengevelde, NL

Fotos (2):
parochiebestuur Heilige Geestparochie
Fliesentableau "St. Georg",
in der Kirche "St. Peter und Paul",
Hengevelde, NL
Sehen sie auch:
> Mosaik-Platten in
Vorläufiges Resumee (März 2025)
Von den bislang bekannten 7 Verlege-Orten in Deutschland und in den Niederlanden ist bereits Dortmund durch Kriegseinwirkung ausgeschieden.
ursprünglich verlegten
Zudem sind die eigentlich zusammengehörigen Fliesentableaus "St. Georg" (No. 516) und "Papstwappen" (No. 517) noch seltener zusammen in einer Kirche zu finden.
in Deutschland:
  • In der Liebfrauenkirche in Dortmund sind beide Motive zerstört,
  • in der Kapelle St. Anna in Haltern am See sind beide Motive gut erhalten.
  • in der Kirche St. Gudula in Rhede ist nur "St.Georg" vorhanden.
in den Niederlanden:
  • In der Kreuzerhöhungsbasilika in Raalte sind beide Motive vorhanden. Das "Papstwappen" ist zweifach verlegt worden.
  • Aus der zerstörten Kirche Petrus und Paulus in Hengevelde sind beide Motive dank des Pfarrers gerettet worden und haben 1953 im Neubau der Kirche ihren Platz gefunden. Hier fehlt noch ein eigener Foto-Nachweis.
  • In der Kirche St. Michael in Schalkwijk ist nur "St. Georg" vorhanden, ebenso in St. Antonius in Kortenhoef. Auch dort fehlt noch ein Foto-Nachweis.
Die beiden zusammengehörigen "St. Georg" und "Papstwappen" sind nur in 4 Kirchen zu finden: außer in der Kirche St. Rochus in Rath-Anhoven, in der Annaberg-Kapelle bei Haltern an See und in der Kreuzerhöhungsbasilika in Raalte (NL) vorhanden sowie, allerdings ohne Umrandung, in der Kirche Petrus und Paulus in Hengevelde (NL).
Als Einzelmotiv ist "St. Georg" in 3 Kirchen zu sehen: in Rhede, in Schalkwijk und in Kortenhoef zu sehen. Das Motiv "Papstwappen" ist als Einzelmotiv vermutlich in keiner Kirche verlegt worden.
Trotz aller Recherchen konnte letztlich nicht die Frage geklärt werden, warum und wann derart selten verlegte Bildplatten der Mosaik-Fabrik Villeroy & Boch in der Pfarrkirche, der heutigen Filialkirche "St. Rochus" in Rath-Anhoven verlegt worden sind.

Historischer Verein Wegberg e.V. - 18.02.2021 - Letzte Änderung: 19.02.2025

Historischer Verein Wegberg e.V.
Rathausplatz 21, Wegberger Mühle, 41844 Wegberg
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