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> Arbeitsgebiete > Archäologie > Archäologie im Rheinland - Ausstellung AiR 2025 im LMB 02.02.2026

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Archäologie im Rheinland 2025 - LMB 02.02.2026
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Info 02.02.2026 - Bericht von der Pressekonferenz
des LVR-Amts für Bodendenkmalpflege im Rheinland zur Eröffnung der Ausstellung "Archäologie im Rheinland 2025" im Rahmen der archäologischen Fachtagung im LVR-Landesmuseum Bonn
Von Hermann-Josef Heinen
Tropisches Leben, antiker Luxus und ein ultramarinblaues Wunder
Neueste Forschungsergebnisse und herausragende Funde des Jahres 2025 aus Archäologie und Paläontologie
Auszug aus der Presseinformation des LVR-Amts für Bodendenkmalpflege im Rheinland:
Bonn, 2. Februar 2026. Fast 400 Millionen Jahre alte Meeresbewohner, luxuriöse und liebevolle Grabausstattungen, Zeugnisse der Industrie und des Krieges: Der archäologische und paläontologische Rückblick auf das Jahr 2025 des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland (LVR-ABR) bietet viele interessante Funde und Befunde aus den mehr als 800 archäologischen Maßnahmen im Rheinland. Damit setzte sich in 2025 die kontinuierliche Zunahme der bodendenkmalpflegerischen Arbeit fort.
Auf der vielbesuchten Fachtagung des LVR-ABR tauschen sich auch in diesem Jahr wieder die Akteure der rheinischen Landesarchäologie über aktuelle Ausgrabungen, Forschungen und Funde im LVR-Landesmuseum Bonn (LVR-LMB) aus. Dort ist zudem im 4. Obergeschoss bis zum 22. März 2026 in der Ausstellung „Archäologie im Rheinland 2025“ eine Auswahl an besonderen Neufunden zu sehen.

Teilnehmer der Pressekonferenz des LVR-ABR im LVR-Landesmuseum Bonn:
v.l.: Bianca Kühlborn, M.A., Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des LVR-Archäologischen Parks Xanten, Prof. Dr. Michael Schmauder, Abteilungsleiter für Bestandspflege und Sammlungserschließung am LVR-Landesmuseum Bonn, Dr. Erich Claßen, Leiter des LVR-Amtes für Bodendenkpflege im Rheinland und Dr. Dirk Schmitz, stellvertretender Direktor des Römisch-Germanischen Museums der Stadt Köln
Foto: Hermann-Josef Heinen
Die Ausstellung „Archäologie im Rheinland 2025“ vom 03.02. bis 22.03.2026
Das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland präsentiert in seinem archäologischen und paläontologischen Jahresrückblick einmal mehr aktuelle Funde und erste Forschungsergebnisse. Die Schau bietet faszinierende Einblicke in die Vergangenheit des Rheinlandes von der Erdgeschichte bis in die Moderne und zeugt vom reichen kulturellen Erbe „unter unseren Füßen“.
Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit dem LVR-Landesmuseum Bonn, dem LVR-Archäologischen Park Xanten, den Römerthermen Zülpich-Museum der Badekultur, dem Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln, dem MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln, den Universitäten Köln und Bonn, der Stadtarchäologie Duisburg sowie Grabungsfirmen und privaten Leihgebern.

Die Führung durch die Ausstellung übernahm zunächst Dr. Erich Claßen, hier vor der Vitrine "Tropisches Leben" - Foto: Hermann-Josef Heinen
Dr. Erich Claßen erläuterte die Befunde der Vitrine "Tropisches Leben" aus der Zeit des Mitteldevons (388-382 Mio. Jahre) als NRW auf der Südhalbkugel in einem Flachmeer lag. Muschelähnliche Brachiopoden, Grünalgen und Trilobiten bevölkerten die einstigen Lagunengründe. Ihre Überreste haben sich an verschiedenen Fundstellen in Bergisch-Gladbach erhalten.
Von regionalem Interesse: Wie in den letzten Jahren waren auch aktuelle Funde aus unserer Region ausgestellt: Die Ausgrabung einer eisenzeitlichen Siedlung nahe der Abbruchkante bei Erkelenz-Lützerath und die Ausstellung der Fundmaterialien in Bonn.

Bei der Ausgrabung nahe der Abbaukante des Tagebaus kamen viele Befunde einer eisenzeitlichen Siedlung bei zutage. - Foto: Houssein Almoustafa/LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland
Alltägliches und Besonderes: Wandgräbchenhaus und Briquetage – Archäologische Befunde und Funde aus Erkelenz-Lützerath
Bei einer Grabung durch Dr. Alfred Schuler und seinem Team vom LVR-ABR wurde im Vorfeld des Tagebaus Garzweiler in der Nähe des ehemaligen Ortes Lützerath ein großer Siedlungsplatz der mittleren Eisenzeit (ca. 600-400 v.Chr.) freigelegt.
In dieser Vitrine sind u.a. die Funde aus Lützerath ausgestellt, im Landesmuseum Bonn vorgestellt durch Dr. Erich Claßen - Foto: Hermann-Josef Heinen
Zum umfangreichen Fundmaterial gehörten alltägliche Gebrauchskeramik: eine Schüssel mit geschwungenem Profil und „Linsenboden“ (1), ein Napf mit fingertupfen-verziertem Rand (2), ein Topffragment mit Kammstrichverzierung (3), zwei aufwändig verzierte Fragmente von Töpfen (4) sowie vier Spinnwirtel bzw. -fragmente (5).
Von besonderem Interessesse für die Archäologen waren die ebenfalls gefundenen Fragmente von Salzröhrchen, sog. Briquetage (6). Diese dienten der Gewinnung und dem Transport von Salz und belegen, dass Kontakte zur Nordsee-Region bestanden.
Weiterhin stellte sich heraus, dass der Platz nicht erst in der Eisenzeit besiedelt war: „Ein vollständiges, geschliffenes Steinbeil und ein weiteres Fragment aus sog. Rijkholt-Feuerstein aus den Niederlanden deuten neben weiteren Funden darauf hin, dass sich hier bereits Menschen in der jungneolithischen Michelsberger Kultur (4300–3500 v. Chr.) aufhielten. Weitere Einzelfunde weisen auch auf eine Besiedlung in der Römerzeit hin.
 
Die Ausstellung „Archäologie im Rheinland 2025“ mit einer vielfältigen Auswahl an besonderen Neufunden ist bis zum 22. März 2026 im 4. Obergeschoss des LVR-Landesmuseums Bonn zu sehen.
> Weitere herausragende Funde der Ausstellung sehen Sie in einer Bildergalerie.
Info: „Archäologie im Rheinland 2025“, 03.02.–22.03.2026
LVR-Landesmuseum Bonn, Colmantstr. 14–16, 53115 Bonn, 4. OG.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 11–18 Uhr, Montag geschl.

Historischer Verein Wegberg e.V. - 02.02.2026 - Letzte Änderung: 05.05.2026

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