Historischer Verein Wegberg e.V.
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Das Heim@kino des Historischen Vereins


Die Idee zu unserem Projekt „Heim@kino“ (sprich: Heimatkino) entstand zu Beginn der Corona-Pandemie, als die ersten Autokinos aufmachten. Alle unseren Veranstaltungen, wie die „Klängerstu’ef“, die Treffen der Ahnenforscher, die Geschichtswerkstatt und fest eingeplante Vorträge mussten abgesagt werden. Als Erste traf es unsere Mitglieder Hans Langerbeins und Dietmar Schmitz, deren Vorträge abgesagt werden mussten.

Die Idee mit den Autokinos inspirierte uns zu einer eigenen Alternative: Unter dem Motto „Genießt zu Hause und bleibt gesund“ wollten wir unseren Mitgliedern und Gästen ein „Ersatzprogramm“ bieten und geschichtliche Film aus oder über unsere Region und Heimat auf unserer Website zeigen. Aus „Kino“ und „Heimat“ wurde unser Heim@kino.

Durch den Kontakt zum LVR waren uns die Filmdokumentationen des Portals "Alltagskulturen im Rheinland" bekannt. Das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte dokumentiert seit den 1960er Jahren filmisch verschiedene Themenbereiche der Alltagskultur im Rheinland wie Brauch und Ritual, Handwerk, ländliche Arbeit und Industrialisierung. Bis heute sind dabei fast 260 Filme entstanden. Nach Rücksprache erhielten wir die freundliche Genehmigung, diese Dokumentationen auf unserer Website zu zeigen.
Thematisch lag es nahe, mit Filmen aus der Reihe "Bäuerliche Flachskultur" zu beginnen. Die erste Folge war ab Do. 23. April auf unserer Website zu sehen und fand sofort eine positive Resonanz.
Am 28. April berichtete Nicole Peters in der Rheinischen Post unter der Überschrift "Das Rheinland vom Sofa aus erleben" > Pressebericht, > dto. für Smartphone. Die postiven Rückmeldungen von Mitgliedern sowie von befreundeten Heimatvereinen aus dem Kreisgebiet ermutigte uns, nach den fünf Filmen über die „Flachskultur“ die Themen regional auszuweiten und über die Arbeit der „Korbmacher in der Rurniederung“ zu berichten. Auch das Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte zeigte sich erfreut, dass wir durch unser Projekt versuchen, diese Filme einem größeren Publikum zu erschließen.
Hiermit wollen wir es aber nicht bewenden lassen. Inzwischen arbeiten wir an verschiedenen Eigenproduktionen, die wir über unseren neuen YouTube-Kanal im Heim@kino zeigen. Anlässlich des 100. Geburtstags unseres Mitglieds und Heimatforschers Hans Hillers haben wir aus seinem „Historischen Album“ ein Video-Projekt erstellt und im Juli unter „In memoriam: Hans Hillers“ veröffentlicht. (Pressebericht im Anhang).
In Kürze werden wir auch eigene Videos von unseren Veranstaltungen zeigen, wie z.B. von der „Berker Klängerstu’ef“, unserem monatlichen Mundartabend. In Bearbeitung ist auch ein Video-Projekt, bei dem unser ehemaliger Vorsitzende Hans Langerbeins durch seinen Garten führt und hierbei anhand seiner Garten-Objekte einige Stationen der geschichtlichen Entwicklungen in unserer Heimat erläutert.

Unser aktuelles Programm - ab Do. 09. Juli 2020
Ein Würdigung zu seinem 100. Geburstag
Hans Hillers zählte bei der Gründung des Historischen Vereins Wegberg im Jahre 1990 zu den ersten Mitgliedern. Ein Blick auf sein Geburtsjahr zeigt: Er wäre in diesem Jahr, am 13. Juli 2020, hundert Jahre alt geworden. Ein Anlass, Hans Hillers' Arbeiten für Wegberg und den Historischen Verein zu würdigen.

Film verpasst oder noch mal schauen?
> Unsere "Mediathek"
Ein Überblick über das bisherige Programm:

Viele der kulturhistorisch interessanten Filmdokumente des "Portals Alltagskulturen im Rheinland" sind inzwischen durch das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte digitalisiert worden, einige gerade erst im April/Mai/Juni 2020.
> Weitere Informationen und DVD-Gesamtkatalog

  • Bäuerliche Flachskultur
Fünf Kurzfilme aus Hasselbach/Kastellaum 1978 (SW)
Aufnahme: Gabriel Simons; Kommentar: Alois Döring

> Do. 23.04.2020 - 1. Aussaat, Krauten, Rupfen
Darstellung der ersten Arbeitsschritte beim Flachsanbau auf einem Feld in Kastellaun-Hasselbach. Zur Vorbereitung der Aussaat wird der Ackerboden mit der Egge gelockert, anschließend die Leinsamen gleichmäßig auf dem Feld verteilt und mit Hilfe von Egge und Walze in den Boden eingearbeitet. Die Ernte des Flachs erfolgt etwa vier Monate nach dem Aussäen.
> Do. 30.04.2020 - 2. Streffen, Dreschen, Rezen
Der Film zeigt die Arbeitsschritte Streffen, Dreschen, Sieben und Rezen innerhalb der Flachsverarbeitung.
> Do. 07.05.2020 - 3. Brechen, Schwingen, Hecheln
Der Film zeigt die Arbeitsschritte Rösten, Brechen, Schwingen und Hecheln innerhalb der Flachsverarbeitung.
> Do. 14.05.2020 - 4. Spinnen und Haspeln
Der Film zeigt die Arbeitsschritte Spinnen und Haspeln innerhalb der Flachsverarbeitung und Garnherstellung.
> Do. 21.05.2020 - 2.5. Die Teichröste
Der Film zeigt den Arbeitsschritt Rösten innerhalb der Flachsverarbeitung, hier wird die Wasserröste in einem Teich vorgeführt.

  • Die Korbmacher in der Rurniederung
Vier Filme aus den Jahren 1974-75
Aufnahme: Gabriel Simons; Kommentar: Ulrich Tapper
Aktuelle Änderung: Die Folgen 2 bis 4 wurden in 4K im Format 16:9 neu digitalsiert und ganz aktuell am 29.06. bzw. 30.06.2020 neu hochgeladen.

> Do. 28.05.2020 - 1. Korbweidenanbau
Luchtenberg/Wassenberg (22 min.)
Der Korbweidenanbau in Kulturen war seit der Mitte des 19. Jahrhunderts für die Bevölkerung der Rurniederung ein wichtiger Nebenerwerbszweig. Neue Kulturen werden in Herbst und Wintervorbereitet und im März angelegt, die Ernte bereits bestehender Kulturen findet von Mitte November bis Ende Februar statt. Die Weiden verarbeitet man selbst oder verkauft sie an die Korbflechter
Tetz/Linnich (13 min.)
Die geernteten Weidenruten müssen vor der Weiterverwendung als Flechtmaterial bearbeitet werden. Für die Weißkorbware schält man die grünen Ruten und lässt sie in derSonne trocknen. Bei der üblichen Braunkorbware kocht man die ungeschälten Ruten zwischen zwei und fünf Stunden in Wasser. Die Weiden sind dann schälreif, die Rinde lässt sich ablösen. Die Gerbsäure der Rinde hat nun den Ruten die gewünschte Färbung gegeben.
Aktuelle Änderung: Der Film wurde in 4K im Format 16:9 neu digitalsiert und ganz aktuell am 29.06.2020 neu hochgeladen.
> Do. 11.06.2020 - 3. Grauflechten (17 min.) Myhl 1974
In Myhl hat die Graukorbflechterei eine lange Tradition. Gefertigt wurden hauptsächlich grobe Packkörbe aus ungeschälten, also "grauen"Weiden. Der Filmzeigt, wie aus Baum, Staken, Zuschlag, Rand ein stabiler Kartoffelkorb entsteht.
Aktuelle Änderung: Der Film wurde in 4K im Format 16:9 neu digitalsiert und ganz aktuell am 30.06.2020 neu hochgeladen.
> Do. 18.06.2020 - 4. Weißflechten (51 min.) Hilfarth, Horst 1974
In den beiden Korbflechterorten Hilfarth und Horst hat die Herstellung von Weißkorbware eine lange Tradition. Aus geschälten, "weißen" Weiden werden Reisekörbe, Kinderschlafkörbe, Nähkorbe, Vasen bis hin zum heute nicht mehr gebräuchlichen Elberfelder Fleischkorb geflochten. Der Filmzeigt auch die Modernisierung, die im Korbflechterhandwerk Einzug gehalten hat: Als Arbeitsmaterial dient immer häufiger Peddigrohr und der Handel bedient sich importierter Ware aus dem europäischen Ausland und aus Asien.
Aktuelle Änderung: Der Film wurde in 4K im Format 16:9 neu digitalsiert und ganz aktuell am 30.06.2020 neu hochgeladen.

Historischer Verein Wegberg e.V. - 23.04.2020 - Letzte Änderung: 30.06.2020

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Rathausplatz 21, Wegberger Mühle, 41844 Wegberg
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